Dienstag, 9. August 2016

Ich habe es wieder getan! Wandern auf dem Lieserpfad von Daun nach Manderscheid



    Eindrücke einer Wanderung 

    Der Lieserpfad.
    Mein Zuhause, mehr oder weniger. 😉


    Diesmal wandere ich von Daun-Gemünden nach Manderscheid, ich rechne 
    für die 14,64 km - gpsies.com - oder auch mit 17 km angegebene Strecke
    - lieserpfad.de - gute 5 Stunden und habe vor, langsamer zu gehen
    als letztes mal, auch, weil ich auf jeden Fall durchhalten will.
    Wieder 24 Grad, die Luftfeuchtigkeit ganz schön hoch.

    Ich kenne die Strecke, dadurch ist die Gefahr größer, aufzugeben,
    da ich fast überall beschließen kann, einfach zur Straße rauszumarschieren 
    und den nächsten Bus nach Hause zu nehmen. 

    Aber aufzugeben ist keine Option.
    Bei mir heißt die Devise: alles geben, aber mit Köpfchen.

    Am Gemündener Maar bin ich einen Moment mit mir am hadern: doch schwimmen 
    gehen? Wandern? Bei der Hitze? Bin fast schwach geworden...      Äh,   wandern.
    Badeanstalt Gemündener Maar:

    Auf dem blauen Schild steht: Kleine, starke Lieser:

    Blaubeersträucher liegen direkt am Wegesrand. Später finde ich auch welche mit 
    Früchten dran, die ich mit der größten Freude pflücke und verspeise.

    Brennessel, Wiesenbärenklau, der kleiner Bruder vom Riesenbärenklau.

    Hinter der Kläranlage Weiersbach treffe ich auf die Lieser.
    Blick von der Brücke auf den noch - nicht so breiten - Fluss:

    Hier kann man in knappen Zeiten satt werden: 
    Giersch, Waldstorchschnabel,

    Schafgarbe,..

    Die Weiden am Rand der Lieser winken so einladend, hier fühle ich mich 
    wohl, hier bin ich richtig.

    Artemisia-Arten,

    Labkraut, große Klette. 
    Tolle Wildpflanzen liegen rechts und links des Weges,
    im Frühjahr und Herbst können wir zusammen gehen,
    ich zeige sie dir persönlich und auch, wie man ihnen begegnet.
    Welche Wildpflanzen essbar sind, welche lassen wir lieber in Ruhe.
    Pflanzenbestimmung kannst du am besten nur live und in 
    Farbe lernen. Ist so.

    Wer die Sonne nicht gut verträgt, wird seinen Spaß haben,
    zwischen der Straße und der Lieser 🌞🌞🌞.
    Deswegen Hut auspacken, es ist wirklich eine völlig baumfreie Strecke, 
    gut für die Sonnenanbeter unter uns.
    Sonnencreme zu verwenden (vor allem gekaufte) ist absolut sinnbefreit,
    warum, fragst du. Dazu musst du dich zu einem über gefährliche 
   Chemiecocktails in Kosmetika, zum anderen darüber informieren, wie 
   die Vitamin-D-Aufnahme in der Haut funktioniert. Nicht Inform-irren!

    Die Lieser bei Weiersbach:

    Bin schon wieder komplett alleine auf der Strecke unterwegs, die anderen 
    sind alle abgebogen zu den näher liegenden Zielen, meist Schalkenmehrener 
    Maar.

    Wow!, Beinwell, soweit das Auge reicht...
    Passt irgendwie zum Wanderweg.

    Admiral, Kaisermantel,kleiner Fuchs, Zitronenfalter (Schmetterlinge), noch viele andere 
    Arten von Ihnen sind unterwegs,
    nur fotografieren lassen sie sich ungerne (auf dem Wasserdost):

   Lycopus (Bärlapp) direkt vor dem verblühten Mädesüß (Filipendula ulmaria)
   bevor man auf die Straße  trifft, rechts.

    Wiesenbärenklau gibt es auch rosa blühend, das ist für mich neu.
    Die Bestimmung war leicht, da die weiß- und rosablühende Arten
    direkt beieinander wachsen. 
    Die Pflanzenfotos bringe ich im getrennten Post, dies würde hier den 
    Rahmen sprengen.

    Schwarzer Holunder , Johanniskraut begegnen einem,...
    zu meiner Rechten fließt die Lieser ins Tal.

    Am Sauerbrunnen mache ich Halt, Flasche auffüllen, weiter geht's.
    Nach 'ner kleinen Steigung komme ich zu einer Hütte,
    für den Fall, dass es mal regnet, ohne Tisch, mit Sitzbänken.
    Schöner Kraft-Platz!

    Schmetterlinge, Libellen, alle möglichen  Arten von Insekten sehe ich unterwegs.


    Höhleneingang, es laufen womöglich viele dran vorbei, vor allem,
    wenn sie Richtung Daun gehen.

    Ich bin im Wald vom Licht-Schattenspiel immer so begeistert,
    was ich sehe, kann man mit Worten und Bildern nicht ausdrücken,
    du musst das wirklich selbst erleben. 
    Bin gerade sehr dankbar für den Schatten.

    Jetzt könnte ich noch ewig viele Bilder von der Lieser machen.
    Bin halt verliebt...
    Ab hier kommt die Strecke, die ich schon gut kenne, 
    genießen ist angesagt, gehe also weiter, erst mal ohne
    weitere Fotos zu machen.

    Mama, diese hier wäre kein Wanderweg für dich:
    Streckenweise extrem Steil,!
    Da können selbst die Mosel-Steilhänge nicht mehr mithalten.


    Der Weg gabelt sich:
    Richtung Brockscheid nach links, nach rechts geht es
    Richtung Geißenburg, dortlang führt mein Weg.
    Vorerst.

    Noch eine Weggabelung:
    Nach links Ruine Geißenburg ,
    rechts bergab nach Manderscheid.
    Ungefähr noch 6km.

    Ich gehe wegen der Höhenunterschiede ein viel gemächlicheres Tempo, als nach Wittlich 
   und kann die Natur und seine Geschöpfe mit den oft seltsamen Geräuschen 
    dafür mit allen Sinnen genießen. Bin halt ein Gourmet.😃

    Und habe auch noch superkühles Sprudelwasser (natur!) ,weißte noch:
    vom SauerBrunnen. So ein Sprudel schmeckt!

                                                 
    Eine schöne Aussichtsplattform lädt ein, kurz (3 km) vor Manderscheid zu verweilen,
    aber nur kurz.
    Auf den Schildern steht: nach Daun - 13,8 km, nach Manderscheid 3,8 km.
    Das wären schon mehr, als 17 km zusammen, aber, wenn ich mich recht erinnere,
    stand sogar: nach Daun sind es 18,3 km (gehe demnächst zurück gucken).
    Ca. 17 von Gemünden (Daun) bis Manderscheid 
    sind realistisch, fühlen sich aber definitiv nach mehr an.


    Siehst du dort hinten? Ungefähr in der Mitte? Den kleinen, hellen Punkt?
    Das ist die Oberburg (Ruine) von Manderscheid:

    Nochmal die Oberburg, in der Abendsonne:

    Noch 10 Minuten von der Rulandhütte, bin ich in Manderscheid, Burgblick.

    Dann noch zum Kneippen, Wassertreten im Kurpark:

    Natürlich könnten wir auch zum Maar fahren zum schwimmen,...

    Und wenn du, wie ich, ohne Pause durchgegangen bist,
    haste jetzt ordentlich Hunger.

    Den Abend kann man sehr gut im Weincafé de Port verbringen,
    mit guten Weinen und kleinen Gerichten:

    Oder in der Alten Molkerei, eine etwas größere Auswahl an
    polnisch-deutschen Gerichten:

    Endlich angekommen, müde aber glücklich!

    Heute Nacht schlafe ich wie ein Murmeltier. He? Wie schläft ein Murmeltier?


    Zuhause angekommen, muss ich unbedingt noch mein Taubenschwänzchen
    auf der Terasse ablichten. Besser bekommt man sie nie aufs Bild, weil sie 
    im Fliegen den Nektar mit dem wahnsinnslangen Rüssel saugen
    - der gerade im Blütenkelch steckt.
    Es sieht aus, wie ein "Mini-Kolibri" nur eben ein Insekt, links von der 
    Blüte (Phlox) mittig, es ist ein Suchbild sozusagen:
 
    Soviel erlebt heute, wow!

    Dir wünsche ich noch tolle, achtsame Wanderungen!


    In Liebe & Dankbarkeit 
                                     😃👧








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